Funkloch und kein Plan
Auf der Baustelle, im Heizungskeller, im Werkhof: keine stabile Internetverbindung. Apps müssen offline arbeiten und beim nächsten WLAN/LTE synchronisieren — sauber und ohne Datenverluste.
Handwerksbetriebe und Baustellen sind die Mobile-First-Branche schlechthin: Mitarbeiter arbeiten draußen, Internetverbindung ist instabil, Bürokratie verschlingt Stunden. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Bundesregierung treiben die Digitalisierung über Förderprogramme wie Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk und das BIM-Stufenplan. Aber praxistaugliche Software muss vom Tag des Einsatzes an offline-fähig sein.
Das deutsche Handwerk umfasst rund 1 Mio. Betriebe mit 5,7 Mio. Beschäftigten — der Rückgrat des Mittelstands. Die BMBF-Förderlinie "Handwerk 4.0: digital & innovativ" lief 2022–2025 mit zehn Forschungsprojekten zu Robotik, Exoskeletten, KI und Digitalisierung. Das Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk (BMWK-gefördert) ist die zentrale Anlaufstelle für Betriebe; Abschluss am 4. März 2026 auf der Messe Zukunft Handwerk in München.
Im Bauwesen treibt der BIM-Stufenplan (Bundesministerium für Verkehr) die Digitalisierung von Planungs- und Bauprozessen. Seit Ende 2020 wird BIM Leistungsniveau 1 für neue Verkehrsinfrastrukturprojekte des Bundes verlangt. Die planen-bauen 4.0 GmbH ist die Trägergesellschaft des Stufenplans.
Auf der Baustelle, im Heizungskeller, im Werkhof: keine stabile Internetverbindung. Apps müssen offline arbeiten und beim nächsten WLAN/LTE synchronisieren — sauber und ohne Datenverluste.
Stundenzettel, Materiallisten, Auftragsbestätigungen — vieles läuft über Zettel und Excel. Ein digitales System, das im Büro UND auf der Baustelle funktioniert, ist die größte Effizienz-Hebelung.
Große Bauprojekte verlangen BIM. Mittelständische Betriebe haben aber selten ein eigenes BIM-Tooling. Der Anschluss an die Generalunternehmer-Plattform via IFC-Datenaustausch wird zum Auswahlkriterium.
E-Rechnung, GoBD-konforme Belegerfassung, ZDH-Branchen-Vorschriften — die regulatorische Last wächst, während Personal knapp ist. Apps, die Bürokratie automatisieren, lohnen sich schnell.
BMF-Schreiben mit Anforderungen an die Aufbewahrung und Nachvollziehbarkeit digitaler Geschäftsunterlagen. Apps, die Belege oder Rechnungen verwalten, müssen Unveränderlichkeit, Vollständigkeit und Verfügbarkeit gewährleisten.
Seit 1. Januar 2025 sind Unternehmen im inländischen B2B-Bereich verpflichtet, E-Rechnungen empfangen zu können (XRechnung oder ZUGFeRD-Format). Die Versendepflicht greift abgestuft bis 2028. Handwerksbetriebe brauchen Tools, die diese Formate erzeugen und konsumieren.
Plan des BMV (zuvor BMVI) für die schrittweise Einführung von Building Information Modeling im öffentlichen Bauwesen. Leistungsniveau 1 verpflichtend für neue Bundes-Verkehrsinfrastrukturprojekte seit Ende 2020.
Der ZDH setzt sich für eine handwerksgerechte Umsetzung des AI Act ein. KI-gestützte Angebotskalkulation, Kundenkommunikation und Routenoptimierung sind in der Regel nicht Hochrisiko — aber Transparenz- und Datenschutz-Anforderungen gelten dennoch.
Kunden-, Mitarbeiter- und Lieferanten-Daten unterliegen der DSGVO. In Handwerksbetrieben ohne dedizierte IT-Abteilung ist die DSGVO-Konformität der Kern-Software ein wichtiger Schutzfaktor.
Eine App für iOS und Android, die ohne Verbindung weiterarbeitet. Belege, Stunden, Bilder lokal erfassen, beim nächsten Online-Status sauber synchronisieren.
Aufträge, Stunden, Material, Rechnungen in einer Datenbank. Append-only Eventlog für GoBD-konforme Nachvollziehbarkeit.
Standard-Schnittstellen statt Insellösungen — E-Rechnung an den Auftraggeber, Buchhaltungsexport an den Steuerberater, IFC-Datei an den Generalunternehmer.
Büro-Mitarbeiter sehen die gleichen Daten wie das Außenteam, Endkunden bekommen ein Portal für Auftragsstatus und Dokumentenfreigabe.
| Technologie | Begründung |
|---|---|
| Flutter | Eine Codebasis für iOS und Android — Mitarbeiter bringen oft das eigene Gerät mit. Offline-First mit lokalem Datenmodell. |
| NestJS | TypeScript-Backend mit klarer Modulstruktur. Eingebaute Validierungs-Pipeline für DSGVO-relevante Felder. |
| PostgreSQL + Prisma | Relationale Integrität für Aufträge, Mitarbeiter, Material. Type-Safe-Migrations für GoBD-Audit-Spuren. |
| XRechnung-Bibliotheken (z. B. xrechnung-toolbox) | Open-Source-Bibliotheken erzeugen XRechnung-konforme XML-Dokumente. Validierung gegen das offizielle XSD-Schema. |
| EU-Hosting (Hetzner / DigitalOcean Frankfurt) | Datensouveränität für Mittelstand-Kundendaten — und ein Verkaufsargument gegenüber Auftraggebern. |
Stand: 2026-04-30
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